
Die Kleine Schliere fliesst seit fast 100 Jahren durch das Dorf Alpnach. Der Geschiebetriebkanal, den unsere Urgrosseltern während rund 30 Jahren gebaut und um 1930 fertig gestellt haben, ist ein ebenso markanter wie wichtiger Bestandteil unseres Dorfbildes. Nun ist es Zeit, dieses Bauwerk umfassend zu sanieren und mit einem Entlastungsbauwerk sowie einem Entlastungskorridor zu erweitern, um die Gemeinde Alpnach besser vor Hochwasserereignissen zu schützen. Die geplanten Arbeiten werden rund fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Ich wünsche Ihnen spannende Einblicke in die Baufortschritte unseres Jahrhundertbauwerkes und freue mich für uns und die nächsten Generationen auf die verbesserten Hochwasserschutzmassnahmen rund um die Kleine Schliere zum Schutz unserer Gemeinde.
Regula Gerig, Gemeinderätin und Vorsteherin Projektsteuergruppe Realisierung
Wer sich im Bereich der Kleinen Schliere aufhält, sollte das Gebiet verlassen,
wenn sich im oberen Einzugsgebiet Gewitterwolken aufbauen.
Als Einzugsgebiet gilt das Schlierental bis zum Pilatus.
Regenfälle aus diesem Gebiet fliessen über die Kleine- oder Grosse Schliere ab.
Dass selbst bei sonnigem Wetter im Tal plötzlich Hochwasser auftreten kann,
zeigte sich beispielsweise im Juli 2022: Damals erreichte eine Hochwasserwelle Alpnach
ohne Vorwarnung, obwohl dort weiterhin die Sonne schien.
Innert Minuten kann das Wasser zur totbringenden Gefahr werden.
Halten sie sich bei Hochwasserabflüssen nicht in Ufernähe auf !
Im Geschiebetriebkanal können sich gefährliche Schwallwellen bilden!
Nach den Sommerferien beginnt die grösste Bauphase im Bereich Chlewigen bis zur Mündung des Meisibachs. Kernstück dieser Etappe ist das Entlastungsbauwerk. Die Arbeiten dauern rund zwei Jahre. Weitere Bauetappen folgen im September 2027 und im September 2028. Bis Ende 2029 sollen sämtliche Projektabschnitte realisiert und die vorgesehenen Schutzmassnahmen vollständig umgesetzt sein.
Wichtige Informationen zum Verhalten bei einer Schwallwellenentwicklung
lassen. Wer sich im Bereich der Kleinen Schliere aufhält, sollte das Gebiet verlassen, wenn sich im oberen Einzugsgebiet Gewitterwolken aufbauen. Dass selbst bei sonnigem Wetter im Tal plötzlich Hochwasser auftreten kann, zeigte sich beispielsweise im Juli 2022: Damals erreichte eine Hochwasserwelle Alpnach, obwohl dort weiterhin die Sonne schien.
Im Ereignisfall gilt: