
Die Kleine Schliere fliesst seit fast 100 Jahren durch das Dorf Alpnach. Der Geschiebetriebkanal, den unsere Urgrosseltern während rund 30 Jahren gebaut und um 1930 fertig gestellt haben, ist ein ebenso markanter wie wichtiger Bestandteil unseres Dorfbildes. Nun ist es Zeit, dieses Bauwerk umfassend zu sanieren und mit einem Entlastungsbauwerk sowie einem Entlastungskorridor zu erweitern, um die Gemeinde Alpnach besser vor Hochwasserereignissen zu schützen. Die geplanten Arbeiten werden rund fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Ich wünsche Ihnen spannende Einblicke in die Baufortschritte unseres Jahrhundertbauwerkes und freue mich für uns und die nächsten Generationen auf die verbesserten Hochwasserschutzmassnahmen rund um die Kleine Schliere zum Schutz unserer Gemeinde.
Regula Gerig, Gemeinderätin und Vorsteherin Projektsteuergruppe Realisierung
Bauarbeiten an der Unterführung Städerriedstrasse
Informationen zu den Umleitungen
November 2025 – März 2026
Am Montag 26. November 2025 beginnen die Bauarbeiten an der Unterführung der Städerriedstrasse. Die Unterführung wird über den Winter 2025 / 2026 abgesenkt, die Rampen der Ein- und Ausfahrt werden angepasst und die Böschungen werden mit Blocksätzen gesichert. Gegen den Parkplatz der Pilatusbahn wird eine Betonmauer mit einem Tor erstellt Im Weiteren müssen verschiedenste Werkleitungen tiefergelegt werden. Alle diese Massnahmen sind notwendig, damit die Unterführung als Teil des Entlastungskorridors der Kleinen Schliere Wasser bei sehr seltenen Extremereignissen unter der zentralbahn und der A8 durchgeleitet werden können, ohne grössere Schäden zu verursachen.
Die Arbeiten haben Sperrungen der Unterführung, respektive Teilen davon zur Folge. Damit das Gebiet für Sie und weitere Nutzer trotzdem jederzeit erreichbar bleibt, werden für drei unterschiedliche Bauphasen Umleitungen eingerichtet:
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht für jede Bauphase mit den Zu- und Wegfahrten und weiteren Informationen.
In der Folge beschreiben wir Ihnen die jeweiligen Einschränkungen und Umleitungen.
Bauphase 124. November 2025 bis 19. Dezember 2026
- Bauarbeiten an der Einfahrtrampe und der Unterführung der zentralbahn
- Die Zufahrt ins Städerried erfolgt über den Parkplatz der Pilatusbahn und die Unterführung der A8.
- Die Wegfahrt aus dem Städerried erfolgt über die Brücke der Kleinen Schliere und die Hintere Städerriedstrasse (entlang Flugplatz) bis zur Eichistrasse.
Weihnachtsferien
- Die Unterführung ist normal befahrbar, die Strassenoberfläche ist gekoffert und verfügt über keinen Asphaltbelag.
Bauphase 205. Januar 2026 bis 27. Februar 2026
- Bauarbeiten am zentralen Bereich zwischen den Unterführungen bis an die A8.
- Eine Zufahrt über den Parkplatz der Pilatusbahn ist nicht mehr möglich und der Parkplatz der Pilatusbahn wird gesperrt, weil er über keine Ausfahrt verfügt (Ausfahrt in Richtung Norden ist gesperrt wegen der Autobahnauffahrt)
- Die Zufahrt ins Städerried erfolgt über Alpnach Dorf gemäss Signalisationen über Hofmättelistrasse, Industriestrasse und Eichistrasse, anschliessend über die Hinter Städerriedstrasse und die Brücke der Kleinen Schliere.
- Die Wegfahrt aus dem Städerried erfolgt über die Brücke der Kleinen Schliere und die Hintere Städerriedstrasse (entlang Flugplatz) bis zur Eichistrasse.
Bauphase 3März 2026
- Bauarbeiten an der Unterführung A8 und der Ausfahrtrampe und der Kurve.
Die Zufahrt ins Städerried erfolgt über Alpnach Dorf gemäss Signalisationen über Hofmättelistrasse, Industriestrasse und Eichistrasse, anschliessend über dieHinter Städerriedstrasse und die Brücke der Kleinen Schliere.- Die Zufahrt über den Parkplatz der Pilatusbahn ist nicht mehr möglich und der Parkplatz der Pilatusbahn wird gesperrt, weil er über keine Ausfahrt verfügt (Ausfahrt in Richtung Norden ist gesperrt wegen der Autobahnauffahrt)
- Die Wegfahrt aus dem Städerried erfolgt über die Brücke der Kleinen Schliere und die Hintere Städerriedstrasse (entlang Flugplatz) bis zur Eichistrasse.
- Der Parkplatz der Pilatusbahn kann wieder normal benutzt werden, die Ausfahrt führt wie gewöhnlich unter der Unterführung der zentralbahn bis zur Brünigstrasse.
Alle Terminangaben sind ohne Gewähr und abhängig von der Witterungssituation im Winter.
Natürlich werden wir versuchen, den Bauablauf im Rahmen der Realisierung weiter zu optimieren, damit die Einschränkungen und Umtriebe ebenfalls optimiert werden können.
Für den Einbau des Deckbelags wird es im April noch einmal für eine kurze Zeit notwendig sein, die Strasse zu sperren. Wir informieren Sie über diesen Termin gegen Ende des Winters.
Die Umleitungen werden durch die Mitarbeitenden des Werkdienstes vor Ort ausgeschildert.
Für die Befahrung der Hinteren Städerriedstrasse weisen wir Sie darauf hin, dass diese im Eigentum der Flurgenossenschaft Hinteres Städerried ist und normalerweise nicht als öffentliche Strasse genutzt werden darf. Zudem wird die Strasse stark von Fussgängern und Velofahrern frequentiert. Entsprechend bitten wir sie, die Strasse vorsichtig zu befahren und Rücksicht auf entgegenkommende Fahrzeuge, Velofahrer und Fussgänger zu nehmen.
Hochwasserschutzprojekt Kleine Schliere
Strassenumleitungen im Städerried und Bauarbeiten am Geschiebetriebkanal
Im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts Kleine Schliere laufen derzeit mehrere Bauarbeiten gleichzeitig – sowohl an den Unterführungen der Städerriedstrasse, im Gebiet Städeli als auch am Geschiebetriebkanal. Diese Arbeiten dienen der Sicherheit des gesamten Siedlungsgebiets und erfordern zeitweise Einschränkungen im Verkehrs- und Baustellenbereich. Im Gebiet Chlewigen beginnen im Januar Rodungen für die Baustellenvorbereitungen. Über die laufenden Bauarbeiten und aktuellen Verkehrsführungen informiert die Projekt-Website.
Am 29. September 2025 ist im Städeli der symbolische Spatenstich für das umfassende Hochwasserschutzprojekt Kleine Schliere erfolgt. In der ersten Etappe entsteht derzeit im Gebiet Städerried ein Teil des neuen Entlastungskorridors.
Verkehrsführung Städerriedstrasse
Seit dem 24. November 2025 kommt es aufgrund der Arbeiten an den Unterführungen der Städerriedstrasse zu Umleitungen, die sich je nach Bauphase verändern. Bis März 2026 bleibt die Verkehrsführung eingeschränkt; verschiedene Umleitungen und Anpassungen im Verkehrsregime werden nötig, um die Arbeiten sicher ausführen zu können. Die Signalisation erfolgt stets vor Ort, und die Gemeinde bittet alle Verkehrsteilnehmenden um besondere Aufmerksamkeit und Geduld.
Sicherungs- und Verstärkungsarbeiten am Geschiebetriebkanal
Parallel dazu haben Mitte November die Sicherungs- und Verstärkungsarbeiten am Geschiebetriebkanal begonnen. Der Unternehmer richtete zunächst die Baustelle ein und installierte die notwendige Wasserhaltung. Im Dezember oder Anfang Januar werden oberhalb der Kantonsstrasse einige Bäume der Allee entfernt, um den Bau der Längsmauern für die Metallschürze an der Brücke und die Geländeanpassungen zu ermöglichen.
In mehreren Etappen werden bis Mitte 2026 im Geschiebetriebkanal die Schwellen verstärkt/erneuert und Mauern/Schürzen bei den Brücken gebaut, um die Hochwassersicherheit in Alpnach weiter zu erhöhen:
Alle Bauarbeiten entsprechen dem bewilligten Projekt. Die zahlreichen Auflagen der Bewilligung werden vom Unternehmer sorgfältig umgesetzt und durch Bauleitung sowie Umweltbaubegleitung laufend kontrolliert.
Holzerarbeiten für Vorbereitung des Teilprojektes Entlastungsbauwerk
Während die Arbeiten am Entlastungskorridor und Geschiebetriebkanal bereits laufen, bereitet das Planerteam mit der Projektleitung die umfangreiche nächste Bauetappe für das Entlastungsbauwerk im Gebiet Chlewigen vor. Für die Sanierungsarbeiten müssen in einer ersten Etappe bereits im Januar/Februar 2026 in noch unbelaubtem Zustand Wald und Hecken entfernt werden. Diese Vorarbeiten betreffen den Abschnitt vom Einlauf in den Kanal in Chlewigen bis zur Brücke Salzerli. Die eigentlichen Bauarbeiten am Entlastungsbauwerk starten dann im September 2026. Zu Beginn erfolgt die Altlastensanierung des Jagdschiessstands. Betroffen sind der Kugelschiessstand, der Hasenstand sowie insbesondere der Tontaubenstand hinter Chlewigen. Dort muss das bleibelastete Material sorgfältig triagiert werden, damit nur die belasteten Bestandteile in eine Sonderdeponie gelangen.
Eine zweite Etappe der Holzerarbeiten folgt im November 2026 im Abschnitt zwischen Chlewigen und der Meisibachmündung. Die Bevölkerung wird darüber zu gegebener Zeit wieder informiert.
Mehr Informationen zum Hochwasserschutzprojekt Kleine Schliere: www.kleine-schliere.ch
Für Rückfragen steht Gesamtprojektleiter Seppi Berwert-Lopes (berwert@belop.ch, 079 425 95 06) zur Verfügung.
Hinweis an Passantinnen und Passanten:
Die Gemeinde bittet darum, den Sicherheitsvorschriften vor Ort Folge zu leisten sowie den Persönlichkeitsschutz der Bauarbeiter zu respektieren und keine Fotos oder Videos von Personen auf der Baustelle zu machen.